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Pilze suchen

Der eine sucht Streit, der andere sucht die Wahrheit, ich suche Pilze.

Es soll ja Leute geben, die haben, während sie Pilze suchten, die Wahrheit gefunden.

Es soll auch Leute geben, die haben, während sie Streit suchten, die Wahrheit gefunden.

Und es gibt Leute, die suchten die Wahrheit und begannen sich zu streiten, um die Wahrheit zum Beispiel.

Und es gibt auch Leute, die suchten Pilze und begannen sich zu streiten, um einen Pilz zum Beispiel.

Aber ich habe noch nie von Leuten gehört, die Streit suchten und Pilze fanden.

Und noch nie von Leuten, die die Wahrheit suchten und Pilze fanden - nicht einmal einen giftigen.

 

Arme(,) Reiche

Arme haben in der Regel Arme, Reiche Reiche nicht.

Arme können tragen, ihr Schicksal zum Beispiel, das Schicksal von Reichen ist es, unterzugehn.

Arm und Mut gehören zusammen, man spricht auch von Armut, im Zusammenhang mit Reich von Tum, dem Gegenteil von Mut also.

Reiche können verarmen, Arme können sagen: es reicht.

 

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"Seine Stärke ist die kleine Form. Gelungenes Spiel mit den Wörtern, den Sentenzen und dem Hintersinn. Auf 146 Seiten verführt er den Leser, seinen Gedanken über die Liebe und das Herzeleid, über Sehnsucht und Einsamkeit, über das Altern und über die Natur zu folgen. Manches ist zum Spätschmunzeln gedacht, durch anderes schimmert Verbitterung und große Hilflosigkeit."

Prof. Margrit Pawloff im "Wortspiegel" 46/08

 

"Roland Lampe bietet eine würzige Mischung aus Aphorismen, Lyrik und extremer Kurzprosa. Pointiert bringt er seine Gedanken zu Papier, sie sind durchtränkt von depressivem Humor."

Marlies Schnaibel in der "Märkischen Allgemeinen", 10. März 2008

 

"...hat der Berliner Autor längst seinen eigenen sprachlichen und ikonographischen Kosmos erschaffen. Ein Band, der trotz der wenigen Worte lange zu begeistern weiß."

Ronald Klein in www.goon-magazin.de

 

"Nachdenklicher sind sie jedenfalls, manchmal melancholisch, manchmal sogar zynisch, und oft sind sie hintersinniger als seine früheren Texte. Eine zweite oder dritte Lektüre lohnt sich also, es gibt immer noch etwas zu entdecken."

Barbara Jasper im "Oranienburger Generalanzeiger", 12. März 2008

 

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